Story: Transsexualität

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von Caladrius am 22.9.2026, 09:57:29 in TransX

Transsexualität

Als Junge konservativ erzogen, hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir eine Strumpfhose- und einen BH anzog.

Es gab damals keine leicht verfügbaren Informationen zur Transsexualität!

Mit Anfang 20 hatte ich dann mein erstes Pornoheft in der Hand, das nur SheMale zeigte.

Da wurde mir klar, dass das genau mein Bestreben war/ist!

Mir blieb aber nur das Tragen von Damenwäsche und ein ausgestopfter BH.

Und wie bei vielen „Leidensgenossen“, lebte ich meine Leidenschaft im Verborgenen aus.

Irgendwann trug ich auch eine Perücke, und schminkte mich.

Einer Freundin hatte mich damals erwischt, und sie bezeichnete mich als schön, besser aussehend, als sie selbst.

Das war ein unerwartetes Kompliment.

Gesellschaftlich war ich jedoch schon in jungen Jahren ein gestandener Mann und ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich mein Umfeld als Frau akzeptiert.

Ich blieb im Verborgenen.

2002 lernte ich dann online einen Mann kennen, der sich für SheMale interessierte.

Das Internet machte es möglich.

Wie sich herausstellte war dieser Mann ein angesehener Arzt, mit dem Schwerpunkt Schilddrüse.

Für ihn war es einfach, an die entsprechenden Medikamente zu kommen, und er nahm sie auch, bis zur Körbchengröße B.

Er wies mich darauf hin, dass es, ab Körbchengröße B, schwer ist, den Busen zu verstecken.

Das machte mich nachdenklich, denn ich dachte an mein Umfeld, welches ein sehr konservatives Weltbild hatte.

Trotz vieler Bedenken entschied ich mich für eine hormonelle Behandlung.

Mir wurde Estradiol Depot und Progynova verschrieben.

Es dauerte einige Wochen, bis sich meine Brustwarzen- und der Brustwarzenvorhof veränderten.

Es kam zu Berührungsschmerzen, die ich jedoch, in Verbindung mit der Optik, als schön empfand.

Nach 5 Monaten bemerkte ich, dass meine Potenz nachließ.

Das war nicht in meinem Interesse und ist beendete die Therapie.

Ich entsorgte meine Damenkleidung und bemühte mich das alles zu vergessen.

Meine Potenz kam zurück.

Doch wer über Jahre den Wunsch hegte, als SheMale zu leben, den lässt der Wunsch so schnell nicht los.

Warum muss es ein „Schwanzmädchen“ sein, wenn es auch ein „Busenjunge“ sein kann.

Recherchen ergaben, dass das Progynova wohl für die Impotenz verantwortlich war.

Der Kontakt zu meinem Arzt war leider abgebrochen.

Ich besorgte mir die Pille, und setze sie alle 4 Monate wieder ab, um auf der, für die Potenz, sicheren Seite zu sein.

Das machte ich ca. 2 Jahre.

Es hatte sich ein kleiner Busen entwickelt, auf den ich immer sehr stolz war.

Solange ich bekleidet war, fiel er auch nicht auf und oben ohne sahen mich nur wenige Menschen.

Diese schienen es nicht weiter zu beachten.

Ich lebte als Mann mit kleinem Busen, der auf Damenkleidung und schminke verzichtete.

In einem Forum lernte ich einen Mann kennen, der meine Leidenschaft schön fand.

Ich fasste meinen Mut zusammen, besorgte mir ein Outfit und „leichte Schminke“ und traf mich, als Frau gekleidet, mit halterlosen Strümpfen und Minirock, auf einem Parkplatz, an der Kemnade, in Witten.

Es war dunkel und nur wenige Menschen waren unterwegs.

Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, welches eine neue Geschichte wert ist.

Leider brach der Kontakt ab, denn er war verheiratet und konnte so nicht weiter machen.

So kam es, dass ich wieder alleine war, mit meinen Sehnsüchten und Verlangen.

Irgendwann las ich von der induzierten Laktation und fand es sehr interessant.

Hatten meine kleinen Brüste eventuell genug Drüsengewebe entwickelt, um Milch zu geben?

Ich kaufte eine elektrische Doppel Milchpumpe und setzte diese mehrmals täglich an.

Meine Brüste schwollen an, wurden fester, aber es kam keine Milch.

Recherchen ergaben, dass mir das Prolaktin fehlt und das Medikament Domperidone die Milchbildung fördert.

Also Medikament besorgt und weiter gemacht.

Nach einigen Wochen kam etwas Flüssigkeit, die ich aber nicht als Milch bezeichnen würde und auch nicht als Kolostrum.

Aus zeitlichen Gründen musste ich dann jedoch aufhören und meine kleinen Brüste bekamen ihre vorherige Größe zurück.

Jetzt, da ich leider sehr viel Zeit habe, nehme ich einen neuen Anlauf.

Ich weiß jetzt, dass das Estradiol für die Milchgänge- und Progesteron für die Milchläppchen zuständig ist.

Zudem sorgt das Progesteron für ein schöneres, rundes Volumen.

Die Zunahme meines Brustvolumens kann ich mit einer hormonellen Störung erklären, wegen der ich in Behandlung bin.

Das birgt den Vorteil, dass alle 3 Monate mein Blutbild überprüft wird.

Nach 3-6 Monaten soll man die Einnahme von Estradiol und Progesteron abrupt einstellen und es soll zur Milchbildung kommen.

Mal sehen, ob es funktioniert.

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